Erstmals in Zwickau: Die Nacht der offenen Kirchen

Im Rahmen der Festwoche bieten 19 Kirchgemeinden in einer Nacht mehr als 80 Veranstaltungen im ganzen Stadtgebiet an – und das bei freiem Eintritt. Die einzelnen Events dauern jeweils 30 Minuten. Danach bleibt genügend Zeit, zum nächsten Ort zu laufen oder zu fahren, um dort ein weiteres Angebot zu erleben. Die Nacht der offenen Kirchen findet am Freitag, dem 4. Mai statt.

Wie die Kirchgemeinden heute mitteilten, erwartet alle Gäste ein  abwechslungsreiches Programm. Zwischen 18 und 24 Uhr ist es von Oberplanitz bis Mosel möglich, eine andere Kirche zwischen kennenzulernen. Mit Beiträgen aus den Genres Musik, Architektur, Wort, Geistliches, Meditation, Geschichte, Kunst und Schauspiel zeigen die Gemeinden die Verschiedenheit einer christlichen Konfession und präsentieren ihr Leben und ihre Rolle in der Stadt. Wer weiß schon, dass Zwickau einen Stadtheiligen hat? Oder was stärker ist: die Liebe oder der Tod? Wer weiß schon, wie viele Sekunden ein Ton braucht, um den Raum zu füllen oder, dass man einer persönlichen Berufung nachspüren kann? Was ist ein Taizé-Gebet oder eine Agape? Gibt es in echt eine Himmelsleiter und Figuren, welche die Steinsäulen am Dom verlassen können?

900 Jahre Zwickau

Der Evangelisch–Lutherische Kirchenbezirk Zwickau, zusammen mit den christlichen Konfessionen und den Freikirchlichen Gemeinden der Stadt Zwickau, lädt zu der „Nacht der offenen Kirchen“ ein. Anlass ist das Festjahr „900 Jahre Zwickau”. Die Stadt feiert die urkundliche Erwähnung. Es ist dokumentiert, dass auf Initiative der Gräfin Berta von Groitzsch, im Mai 1118 im „territorio Zwickaw“ eine Pfarrei gegründet wurde. In diesem Zusammenhang wurde auch die erste Kirche geweiht. Damit prägen seit 900 Jahren Christen das Bild der Stadt. Sie haben Kirchen gebaut und sich in Räumen versammelt, die dem Gottesdienst geweiht und gewidmet wurden. So ist es noch heute. In Zwickau gibt es viele christliche Gemeinden, in denen Menschen von ihren Erfahrungen im Alltag und ihrem Leben mit Gott berichten. Sie feiern ihren Glauben und sind zuverlässige Partner im öffentlichen Leben.

Gut informiert, gut unterwegs

Die „Nacht der offenen Kirchen“ steht in diesem Jahr unter dem Motto „Entdecken und Begegnen“. Ein ausführliches Programm ist im Heft „Nacht der offenen Kirchen“ zu lesen. Auf der eigens für die Nachtkonzipierten Internetseite www.nacht-der-kirchen-zwickau.de kann der Besucher noch weitere Informationen zu jedem Event und jedem Veranstaltungsort finden. Eine interaktive Karte hilft, alle Kirchen zu finden und dient der Routenplanung.

Die Veranstaltungsorte in der Innenstadt sind hauptsächlich zu Fuß zu erreichen. Alternativ gibt es die Möglichkeit den Öffentlichen Nahverkehr zu nutzen. Die Kirchen liegen an den Straßenbahnrouten der Linie 3und 4 sowie der Buslinie 10. Die Verkehrsmittel fahren im 15-Minuten-Takt. Der letzte Zustieg an der Endhaltestelle ist 0.15 Uhr möglich. Für die Kirchen im Stadtteil Planitz sowie für Mosel und Crossen wird ergänzend ein Shuttleverkehr angeboten. Der Zustieg ist zu jeder halben Stunde möglich. Für Planitz erfolgt der Zustieg ab dem Veranstaltungsort. Der Zustieg für Mosel und Crossen ist ab 17.30 Uhr an der Moritzkirche, Tram 4, Haltestelle Lessingstraße, möglich.

Abschlussgottesdienst am Sonntag

Die Festwoche des Stadtjubiläums beenden die beteiligten Gemeinden an der Nacht der Offenen Kirchen mit einem Ökumenischen Gottesdienst. Dieser findet am Sonntag, den 06. Mai 2018, 10.30 Uhr im Dom St. Marien statt. Mit einer Mischung aus moderner und traditioneller Musik laden die Gemeinden zum Mitfeiern ein. Unter dem Motto „Suchet der Stadt Bestes“ werden fünf Perspektiven für ein weiteres ökumenisches Zusammenwirken in Zwickau vorgestellt. Die Predigt in diesem Gottesdienst hält Dr. Carsten Rentzing, Bischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens. Zeitgleich findet für Kinder und junge Familien ein Kindergottesdienst in der Aula oder im Innenhof der Westsächsischen Hochschule statt. Diesen Gottesdienst gestalten Mitarbeiter und Ehrenamtliche aus den christlichen Gemeinden.

Im Anschluss an die Gottesdienste besteht die Möglichkeit, bei einem Empfang ins Gespräch zu kommen. Der Empfang findet in der Aula der Westsächsischen Hochschule statt. In diesem Zusammenhang können Gäste und Gemeindeglieder Wünsche an die christlichen Gemeinden Zwickaus äußern.

Folgende Gemeinden wirken mit:

  • Evangelisch-Lutherische Kirche Mosel
  • Evangelisch-Lutherische Kirche Maria zur Weiden Crossen
  • Evangelisch-Lutherische Johanniskirche Weißenborn
  • Evangelisch-Lutherische Christophoruskirche Eckersbach
  • Evangelisch-Lutherische Moritzkirche
  • Evangelisch-Methodistische Friedenskirche
  • Katholische Kirche „Heilige Familie“
  • Katholische Kirche „St. Johannes Nepomuk“
  • Evangelisch-Lutherische St. Katharinenkirche
  • Evangelisch-Lutherische Lutherkirche
  • Evangelisch-Lutherische Pauluskirche in Marienthal
  • Evangelisch-Lutherischer Dom St. Marien
  • Evangelische Christengemeinde Elim
  • Freie evangelische Gemeinde Zwickau
  • Evangelisch-Lutherische Matthäuskirche in Bockwa
  • Evangelisch-Lutherische Versöhnungskirche in Neuplanitz
  • Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Zwickau-Planitz (Baptisten)
  • Evangelisch-Lutherische Schlosskirche Planitz
  • Evangelisch-Methodistische Christuskirche Planitz